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Kamillenblüte (Matricariae flos, Flos chamomillae)

Gruppe: Flos (Blüte)

Auf Wiesen und Äckern wächst die Kamille in ganz Europa. Sie gehört zu den Korbblütengewächsen und wird bis zu 55 Zentimeter hoch. Ihre gelben Blütenköpfe sind von weißen Blüttenblättern umringt, der Stiel hat viele Verzweigungen. Typisch für die Kamille sind ihre nach oben gewölbte Form und ihr ausgeprägter Geruch. Man unterscheidet die „echte Kamille“ (Arzneipflanze) von anderen Arten wie zum Beispiel der Hundskamille.

Sie ist eine einjährige Pflanze und blüht von Mitte Mai bis Juni, teils bis in den September hinein.

Ein Kamillen-Tee bei Verdauungsproblemen und Blähungen oder ein Kamille-Dampfbad bei Heuschnupfen und verstopfter Nase wird traditionell als Heilmittel genutzt. Die möglichen Anwendungsgebiete sind schier unerschöpflich. Daher gehört die Kamille in Deutschland auch zu den meist verwendeten Arzneipflanzen.

Zur äußerlichen Anwendung eignet sich Kamille für Mundspülungen, Badezusätze und Salben. Bei Nebenhöhlenentzündungen wird der Dampf eines heißen Kamille-Aufgusses inhaliert.

Der Tee soll Magengeschwüre, Koliken, Rheuma, Nieren- und Blasenschmerzen sowie Magen-Darmbeschwerden kurieren.

Sitzbäder schaffen Erleichterung bei Hämorrhoiden und Umschläge können Entzündungen lindern.

Generell wirkt Kamille beruhigend und entzündungshemmend, sie trocknet allerdings auch die Haut aus.

Wer Kamille selbst anbauen will, kann dies problemlos im eigenen Garten tun. Die Pflanze ist sehr anpassungsfähig, braucht keinen besonders nährstoffreichen Boden und gedeiht sogar am Wegrand. Man sollte allerdings einen sonnigen Platz wählen. Kamillenblüten sammelt man am besten von Mai bis Juni bei sonnigem Wetter. Gepflückt werden nur die Blütenköpfe ohne Stiele. Kamillentee wird vielfach gepriesen, es gilt allerdings zu beachten, dass durch das Wasser nicht alle Inhaltstoffe der Heilpflanze gelöst werden können. Auch bei der Lagerung der Blüten gehen wertvolle Inhaltstoffe verloren.

Tipp zur Tee-Zubereitung: 1,5 g getrocknete Blüten auf eine Tasse kochendes Wasser geben und kurz ziehen lassen. Bis zu 4 Tassen täglich werden empfohlen. Wer Kamillentee in Teebeuteln kauft, sollte sicherstellen, dass es sich um ein Arzneimittel handelt. Der Grund: Für die Herstellung mancher billiger Produkte wird auch Kamillenkraut an Stelle von Kamillenblüten verwendet.

Zubereitung eines Bades: 100 g Kamille-Blüten mit einem Liter Wasser aufgießen, absieben und schließlich ins Badewasser geben.

Kamille findet als Arzneimittel außerdem Anwendung bei: Fieber, Halsentzündung, Mandelentzündung, Asthma, Husten, Lymphknoten-Schwellungen, Aufstossen, Magenkrämpfen, Magen- und Darmschleimhautentzündung, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Darmkoliken, Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung, Mundgeruch,Blasenschwäche, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervenschmerzen, Nervosität, Stress, Rheuma, Gicht, Hexenschuss, Ischias, Menstruationsbeschwerden, Unterleibserkrankungen, Zahnfleischentzündung, Allergien, infizierten Wunden,Geschwüren, Ekzemen, Juckreiz, Furunkeln und Hautunreinheiten.

Inhaltsstoffe: Harz, Cumarin, Borneol, Werg, Farnesol, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Salicylate, Salizylsäure, Schwefel, Thujon, Umbelliferon, ätherisches Öl, Azulen, Chamazulen, Apiin, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure